Im Wandel der Geschichte

Ansicht des inneren Schloßhofes vor dem Umbau durch Schlüter 1690
Ansicht des inneren Schloss-
hofes vor dem Umbau
durch Schlüter 1690

Der Grundstein für das Berliner Stadtschloss wurde bereits am 31.Juli 1443 gelegt. Mit dem Bau dieses Schlosses reagierte der Hohenzollern - Kurfürst Friedrich II. auf die Streitigkeiten der Doppelstadt Berlin/Cölln; die "Zwingburg" sollte der Selbstständigkeit beider Städte entgegenwirken. Trotz der Unruhen des "Berliner Unwillens" von 1448, bei denen die Baustelle des Schlosses durch die Öffnung der Stadtschleuse unter Wasser gesetzt wurde, zog der Kurfürst 1451 in seine neue Residenz ein. Ab 1538 wurde mit dem Abbau der ursprünglichen alten Zwingburg begonnen; nach und nach nahm das Schloss Formen an. Seine endgültige Gestalt als größtes Barockbauwerk nördlich der Alpen erhielt das Schloss - seit 1701 mit der Ausrufung des Brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. zum König Friedrich I. in Preussen königliche Residenz - durch den Baumeister Andreas Schlüter.

Nach 1706 wurde es von dem Architekten Johann Friedrich Eosander von Göthe beträchtlich erweitert. 1845 erhielt es mit der kuppelgeschmückten Kapelle über dem Portal und der Terrasse am Lustgarten seine endgültige Form. Vor dem Schloss brach die Märzrevolution von 1848 aus, und 1918 erklärte Karl Liebknecht vom Schlossbalkon Deutschland zur sozialistischen Räterepublik. Im Februar 1945 brannte das Gebäude nach einem Luftangriff teilweise aus. 1950 veranlasste Walter Ulbricht die Sprengung der "Junker-Trutzburg", um einen Platz für Massenaufmärsche zu schaffen.

(Quelle: 300 Jahre Preussen, Hamburg 2001)