Der Große Schlosshof (Eosanderhof)

Großer Schlosshof
Eosanderhof

Der weitläufige Große Schlosshof, dessen Wiederherstellung nicht vorgesehen ist, hatte lange Zeit weniger die Funktion eines Binnenhofes für die Schlossbewohner als die eines öffentlichen und frei zugänglichen Platzes für die Berliner Bevölkerung. Erst im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde der ungehinderte Zutritt, nicht zuletzt aus Sicherheitserwägungen, aufgehoben.

Die Ausmaße dieses Hofes waren wohl bereits seit der Gründung des Schlosses im Jahr 1450 umrissen, die einheitliche Fassadengestaltung entstand nach Entwürfen des Schweden Johann Friedrich Eosanders zwischen 1708 und 1716. Ausgenommen davon war die Ostseite des Hofes, die bis zuletzt durch zwei ältere Gebäude geprägt war: Das Quergebäude aus dem späten 16. Jahrhundert und den ab 1680 errichteten Alabastersaal.

Mit der Rekonstruktion des Großen Schlosshofes würde nicht nur ein außergewöhnlicher Platzraum gewonnen, sondern die ursprüngliche Organisation und damit ein Teil der historisch-politischen Bedeutung des Schlosses verständlich.