Portal I

Portal I
Portal I

Im selben Jahr, als sich Kurfürst Friedrich III. (reg. 1688 - 1713) zum ersten König in Preußen krönte, nämlich 1701, vollendete Andreas Schlüter die Schlossplatzfassade mit Portal I als ersten Abschnitt seines 1698 begonnenen Schlossumbaus. Mit einer triumphbogenartigen Konstruktion aus Kolossalsäulen auf wuchtigen Sockelblöcken gelang ihm ein ausdrucksstarkes Sinnbild der neuerlangten Würde.

Bei dieser Architektur handelte es sich jedoch nicht um eine vorgeblendete Fassade, sondern sie war integraler Bestandteil eines dreidimensionalen Kastens, den Schlüter als kompletten Neubau in den alten Schlossplatzflügel regelrecht eingebrochen hatte, um ihn auch aus der Flucht der rückwärtigen Hoffassade markant hervortreten zu lassen.

Die Portalkörper - denn dasselbe gilt für das gegenüberliegende Portal V - waren für Schlüter das Instrument, die Außenfassaden mit den Hoffassaden stringent zu verbinden und somit sein Schloss als ein Werk aus einem Guss zu schaffen.

In den oberen Geschossen brachte Schlüter hinter den großen Öffnungen repräsentative Säle unter. Außerdem gelang Schlüter das Kunststück, das Treppenhaus noch in den Kasten selbst zu integrieren.

 

Elisabethsaal
Portal I - Elisabethsaal
 
Sternsaal
Portal I - Sternsaal
 
Vestibuel und Durchfahrt
Portal I - Vestibuel und Durchfahrt