Portal III (Eosanderportal)

Portal III
Portal III

Das an der Schlossfreiheit gelegene Portal III, errichtet um 1710 von Eosander, ist Ausdruck der zunehmenden Orientierung des Schlosses nach Westen zur Straße Unter den Linden. Seinen beiden Fassaden zur Stadt und zum Hof liegt das Vorbild des römischen Konstantinbogens zugrunde. Ihr Wiederaufbau einschließlich des bauplastischen Schmucks, der teils aus dem Barock, teils aus Wilhelminischer Zeit stammt, ist vorgesehen. Das Innere wurde durch eine derart monumentale Durchfahrt bestimmt, dass, anders als an den übrigen Portalrisaliten für repräsentative Säle hier kein Platz mehr war, zumal die Triumphbogenarchitektur die Ausbildung von Fenstern verhinderte. Als Klammer zwischen den beiden Fassaden ist die Rekonstruktion dieser Durchfahrt unerlässlich.

Das nördlich anschließende Treppenhaus, das in den Weißen Saal führte, ist funktionaler Bestandteil des Portals und sollte daher ebenfalls rekonstruiert werden. Damit ließe sich ein komplexer, von der Tektonik der Säulen und Treppenläufe bestimmter Raum wiedergewinnen, dessen Wirkung sich anhand von Fotografien nur ansatzweise ermessen lässt.

 

Portal_III_Marmortreppe_z_Weissen_Saal
Marmortreppe zum Weißen Saal