Portal V

Portal V
Portal V

Das zum Lustgarten ausgerichtete Portal V, das Schlüter nach 1701 errichtete, lag auf einer Achse mit Portal I. Durch den Verzicht auf eine kolossale Ordnung zugunsten einer geschossweisen Gliederung wirkte die Fassade intimer und einladender. Auch hier finden sich in allen drei Etagen eingestellte Säulen, denen weitere, in die Tiefe des Raumes greifend folgen, um an der Hofseite wieder zutage zu treten. Auch hier hat Schlüter also die Außenseite mit dem Innenhof konsequent verzahnt.

Auch an Portal V brach Schlüter die Wandflächen auf, um möglichst große Fenster einzufügen. Im zweiten Obergeschoss, dem eigentlichen Hauptgeschoss, lag der nach Schlüters Entwürfen ausgestattete Rittersaal, der die Erlangung der preußischen Königswürde mit den Mitteln der Raumkunst zelebrierte.

Wie die übrigen Portale muss Portal V als dreidimensionales Gebilde begriffen und sollte daher in seiner tektonischen Grundstruktur originalgetreu wiederhergestellt werden. Die Gestaltung der Fassade zieht die Gliederung des Innenlebens - die Passage im Erdgeschoss, die Treppen, die Säle - zwangsläufig nach sich.