Die Brandenburgische Kammer

Die_Brandenburgische_Kammer
Die Brandenburgische Kammer

Um die Würde der nachfolgenden Räume zu steigern, die vorrangig zu Festivitäten herangezogen wurden, gliederte Schlüter ihre Wände durch korinthische Pilaster, über denen sich dann die tektonisch aufgefasste Voute der Decke erhob. Am Beginn stand hier die Brandenburgische Kammer, auch Rote-Adler-Kammer genannt. Die aufwendige Plafondmalerei Samuel Theodor Guerikes zeigte die Wahrheit, personifiziert durch eine nackte Frauengestalt, die die 1701 neuerlangte preußische Königskrone der antiken Götterversammlung - und damit der Welt - präsentiert. Die in Stuck gearbeiteten Figuren der Voute bereicherten die Szenerie um weitere Herrschaftssymbole des brandenburgisch-preußischen Staates. Das Deckengemälde und die Stuckaturen wurden 1943 durch eine Folge von Farbdias über die zahlreich erhaltenen Schwarz-Weiß-Fotografien hinaus dokumentiert.

 

 

 

 

Gericke
Ausschnitt des Deckengemäldes von Samuel Theodor Gericke, Farbdia von 1943
  
Stuck
Deckenstuck nach dem Entwurf von Andreas Schlüter, Farbdia von 1943