Der Schweizersaal

Schweizersaal
Schweizersaal

Nach dem Anstieg durch das Große Treppenhaus gelangte man zunächst in den Schweizersaal, den Schlüter, die komplizierte Verschränkung suchend, noch geschickt im Treppenkasten selbst untergebracht hatte. Seine Belichtung musste daher indirekt über den Flur des Treppenhauses erfolgen, was die weitgehende Auflösung seiner Westwand zugunsten großer Fenster zur Folge hatte. Seinen Namen trug der anderthalbgeschossige Saal nach der kurfürstlich-königlichen Leibwache von Schweizergardisten, die hier die Eingänge in die anschließenden Herrscherappartements bewachte. Den Raumeindruck bestimmte vor allem die vornehme Wandgliederung aus korinthischen Pilastern mit ihrer hohen Frieszone. Darüber spannte sich der gemalte Deckenplafond, im unteren Bereich mit einer Scheinarchitektur, vor der sich Angehörige verschiedener Völker sammelten, und im Zentrum mit einem Wolkenhimmel.