Meinungen zu verschiedenen Nutzungskonzepten für das Berliner Schloss

forsa-Umfrage

 

 

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Datenbasis: 1.004 Berliner
Erhebungszeitraum: 19. bis 28. Oktober 2010
statistische Fehlertoleranz:   +/- 3 Prozentpunkte
Auftraggeber:  Gesellschaft Berliner Schloss e.V.

Den Befragten wurden mehrere Vorschläge vorgelegt, wie das Berliner Schloss nach einem Wiederaufbau genutzt werden könnte und um eine Bewertung der einzelnen Vorschläge gebeten.

Unter den verschiedenen diskutierten Konzepten trifft der ursprüngliche Vorschlag des „Humboldtforums" bei den Berlinern auf die größte Zustimmung: 61 Prozent gefällt die Idee, das Schloss als ein Museum für außereuropäische Kunst und Kultur zu nutzen. Am zweitbesten (54 %) wird die Idee bewertet, das Berliner Schloss als staatliches Museum für die Geschichte Preußens bis zur Neuzeit zu nutzen. 51 Prozent bewerten das Konzept einer Begegnungsstätte der Wiedervereinigung Europas positiv. Den geringsten Zuspruch findet mit 45 Prozent der Vorschlag eines Forums für europäische Kunst und Kultur.

 

  Folgende Konzepte zur Nutzung des Berliner Stadtschlosses nach seinem Wiederaufbau finden (sehr) gut
         


Humboldt- forum Preußen- Museum Begegnungs-stätte Forum europäische Kunst und Kultur
   %  %  %  %
insgesamt 61 54 51 45
         
Ost-Teil 58 52 51 44
West-Teil 63 56 51 47
         
14- bis 29-Jährige 73 68 66 39
30- bis 44-Jährige 60 54 59 47
45- bis 59-Jährige 55 54 39 49
60 Jahre und älter 58 44 41 47
         
Wohndauer        
- vor 1990 West-Teil 58 53 46 51
- vor 1990 Ost-Teil 55 48 41 41
- ab 1990 68 54 63 45

 

Das bisherige Konzept, das vorsieht, das Berliner Schloss als Museum für außereuropäische Kunst und Kultur, auch „Humboldtforum" genannt, zu nutzen, finden 61 Prozent der Berliner sehr gut (12 %) oder gut (49 %).

22 Prozent finden die Idee weniger gut, 13 Prozent schlecht.

Jüngeren und Neu-Berlinern gefällt das Konzept etwas besser als Älteren und Alt-Berlinern.

 

 

  Die bisherige Idee, das Berliner Stadtschloss als Museum für außereuropäische Kunst, auch „Hum­boldtforum" genannt, zu nutzen, finden

  sehr gut
%
gut
%
weniger gut
%
schlecht *)
%
         
insgesamt 12 49 22 13
         
Ost-Teil 12 46 23 15
West-Teil 11 52 21 12
         
14- bis 29-Jährige 15 58 19 6
30- bis 44-Jährige 12 48 22 14
45- bis 59-Jährige 6 49 25 17
60 Jahre und älter 14 44 22 14
         
Wohndauer        
- vor 1990 West-Teil 11 47 24 13
- vor 1990 Ost-Teil 11 44 22 18
- ab 1990 13 55 21 10

*) an 100 Prozent fehlende Angaben ="weiß nicht"

 

Den Vorschlag, das Berliner Schloss als staatliches Museum zu nutzen, in dem die Geschichte Preußens bis zur Neuzeit dargestellt wird, finden 54 Prozent der Berliner gut (35 %) oder sehr gut (19 %).

43 Prozent finden die Idee weniger gut (26 %) bzw. schlecht (17 %).

Auch dieses Konzept gefällt den Jüngeren besser als den Älteren.

 

 

 

  Die Idee, das Berliner Stadtschloss als staatliches Museum zu nutzen, in dem die Geschichte Preu­ßens bis zur Neuzeit dargestellt wird, finden

  sehr gut
%
gut
%
weniger gut
%
schlecht *)
%
         
insgesamt 19 35 26 17
         
Ost-Teil 17 35 25 20
West-Teil 20 36 27 15
         
14- bis 29-Jährige 23 45 23 9
30- bis 44-Jährige 19 35 25 17
45- bis 59-Jährige 20 34 25 18
60 Jahre und älter 14 30 31 20
         
Wohndauer        
- vor 1990 West-Teil 18 35 28 14
- vor 1990 Ost-Teil 18 30 29 20
- ab 1990 16 38 24 20

*) an 100 Prozent fehlende Angaben = "weiß nicht"

 

51 Prozent der Berliner gefällt die Idee sehr gut (14 %) bzw. gut (37 %) das Berliner Stadtschloss nach seinem Wiederaufbau als kulturelle und wissenschaftliche Begegnungsstätte der Wiedervereinigung Europas zu nutzen. Fast ebenso viele (46 %) finden diese Idee allerdings weniger gut (30 %) bzw. schlecht (16 %).

Jüngere und Neu-Berliner sprechen sich häufiger für die Nutzung des Berliner Schlosses als Begegnungsstätte der Wiedervereinigung Europas aus als Ältere und Alt-Berliner.

 

 

 

  Die Idee, das Berliner Stadtschloss als kulturelle und wissenschaftliche Begegnungsstätte der Wiedervereinigung Europas zu nutzen, finden

  sehr gut
%
gut
%
weniger gut
%
schlecht *)
%
         
insgesamt 14 37 30 16
         
Ost-Teil 14 37 29 17
West-Teil 14 37 30 15
         
14- bis 29-Jährige 19 47 26 8
30- bis 44-Jährige 20 39 25 13
45- bis 59-Jährige 8 31 35 19
60 Jahre und älter 8 33 31 23
         
Wohndauer        
- vor 1990 West-Teil 12 34 31 17
- vor 1990 Ost-Teil 10 31 34 22
- ab 1990 19 44 25 11

*) an 100 Prozent fehlende Angaben = "weiß nicht"

 

Die Idee, das Berliner Schloss zu einem Forum für europäische Kunst und Kultur zu machen und die bisherigen Bestände der Gemäldegalerie, des Kupferstichkabinetts und des Kunstgewerbemuseums dorthin zu ver­legen, wird von 45 Prozent der Berliner für (sehr) gut befunden.

50 Prozent stufen dieses Konzept allerdings als weniger gut (32 %) bzw. schlecht (18 %) ein.

Ältere stehen dem Vorschlag etwas positiver gegenüber als Jüngere.

 

 

  Die Idee, das Berliner Stadtschloss als Forum für europäische Kunst und Kultur zu nutzen, finden

  sehr gut
%
gut
%
weniger gut
%
schlecht *)
%
         
insgesamt 8 37 32 18
         
Ost-Teil 7 37 30 22
West-Teil 9 38 33 15
         
14- bis 29-Jährige 11 28 48 12
30- bis 44-Jährige 7 40 28 19
45- bis 59-Jährige 7 42 27 20
60 Jahre und älter 9 38 27 20
         
Wohndauer        
- vor 1990 West-Teil 9 42 30 14
- vor 1990 Ost-Teil 7 34 27 26
- ab 1990 8 37 34 18

*) an 100 Prozent fehlende Angaben = "weiß nicht"

 

Im Hinblick auf die genaue Gestaltung des Berliner Schlosses nach einem Neubau sprechen sich 54 Prozent der Berliner dafür aus, das Schloss im Falle eines Neubaus in seinen prägenden, kunsthistorisch als bedeutsam anerkannten Teilen so originalgetreu wie möglich wieder aufzubauen.

31 Prozent sind dagegen für eine völlige Neugestaltung des Inneren des Schlosses.

Für einen möglichst originalgetreuen Wiederaufbau sprechen sich vor allem die Jüngeren aus, während Ältere häufiger eine völlige Neugestal­tung des Schloss-Inneren bevorzugen würden.

 

 

  Im Falle eines Neubaus sollte das Stadtschloss ...

  in seiner pägenden, kunsthistorisch als bedeutsam anerkannten Teilen so original-getreu wie möglich wieder aufgebaut
werden
das Innere völlig neu gestaltet werden *)
  %
%
insgesamt 54 31
     
Ost-Teil 52 32
West-Teil 55 30
     
14- bis 29-Jährige 81 15
30- bis 44-Jährige 56 30
45- bis 59-Jährige 53 29
60 Jahre und älter 30 47
     
Wohndauer    
- vor 1990 West-Teil 51 32
- vor 1990 Ost-Teil 48 32
- ab 1990 54 34

*) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht"; „sollte überhaupt nicht wieder aufgebaut werden"

29. Oktober 2010 40234.42/23917 Ma/Te