Der Verein

Die "Gesellschaft zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses e.V." wurde im Jahre 1991 gegründet und auf der Mitgliederversammlung am 1.Mai 2003 in "Gesellschaft Berliner Schloss e.V." umbenannt.  Er verfolgt das Ziel, das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Stadtschloss, dessen Ruinen 1950 gesprengt wurden, wiederaufzubauen. Diese Zielsetzung ist wesentlich bestimmt durch die von zahlreichen Berlinern und überhaupt von vielen Deutschen geteilte Vorstellung, dass das Schloss unter städtebaulichen Gesichtspunkten unverzichtbarer Teil von Berlins Mitte mit der Straße Unter den Linden vom Brandenburger Tor bis zum Schlossplatz ist. Das Schloss war Ausgangspunkt der baulichen Entwicklung Berlins zum heutigen Tiergarten hin.

Die Ges. Berliner Schloss gehört zu den Befürwortern der Beschlusslage des Deutschen Bundestages und der Ergebnisse der Internationalen Expertenkommission Historische Mitte bzw. des Arbeitskreises Stadtschlossareal. Die Gesellschaft Berliner Schloss hat es sich im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Arbeit zum Ziel gesetzt, durch eine konkrete Ansprache der Entscheidungsträger für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses zu werben und mit Einzelaktionen auf sich aufmerksam zu machen.

Sie stellt sich in ihren Aktivitäten nach außen nur begrenzt dar, da die dadurch im Verhältnis zur Wirkung entstehenden Kosten in jedem Fall sehr genau gewichtet werden müssen.

Schlossfassadensimmulation 1993
Schlossfassaden-
simulation 1993

Die Ges. Berliner Schloss begleitete die anlässlich der Schlossfassadensimulation 1993 viel Resonanz findenden Informationsveranstaltungen und legte damals ein Stadtschloss-Ehrenbuch auf, in das sich 9500 Spender für die Fassade eintrugen. Die Möglichkeit einer Rekonstruktion konnte die Gesellschaft durch Herstellung eines Kapitels durch einen Bildhauer anlässlich dieses spektakulären Ereignisses nachweisen.

1998 gab die Gesellschaft eine Broschüre zum Stadtschloss heraus und beteiligte sich 1999 an einer Anzeigenkampagne, in der sich viele prominente Bürger für das Stadtschloss aussprachen.

In 2001 (Neuauflage 2003) gab die Ges. Berliner Schloss eine Dokumentation zu "Zerstörung und Rekonstruktion historischer Bauwerke" heraus, in der über 55 Seiten Beispiele des gelungenen Aufbaus vollständig wie auch teilweise erheblich zerstörter bedeutender Bauten präsentiert werden.

In 2004 vergab die Gesellschaft eine Studie über die zerstörten und noch vorhandenen Denkmäler zum Berliner Schloss, die über ganz Berlin verstreut, z.T. in einem verwahrlosten Zustand, noch vorhanden sind. Die Studie kann über die Ges. Berliner Schloss bezogen werden.

2006 veröffentlichte die Ges. Berliner Schloss im Deutschen Kunstverlag eine Broschüre über die verlorenen Innenräume des Berliner Schlosses und die Möglichkeiten der Rekonstruktion zerstörter Raumkunst nach 1945.Diese wurde gleichfalls den Entscheidungsträgern der Politik und Kultur zur Verfügung gestellt.

Vom 29. April bis 1.Mai 2007 veranstaltete die Ges. Berliner Schloss ein wissenschaftliches Symposium in der Landesvertretung Thüringens in Berlin. Das Thema der Tagung lautete: „Wege für das Berliner Schloss / Humboldt-Forum – Wiederaufbau und Rekonstruktion zerstörter Residenzschlösser in Deutschland und Europa (1945 – 2007). Die Ergebnisse wurden in 2008 in einem Tagungsband veröffentlicht.

Aktuell erarbeitet der Verein eine weitere Broschüre zum noch vorhandenen Inventar des Berliner Schlosses. Sie soll Anlass geben, über die Rekonstruktion der wichtigsten kunst- und kulturhistorischen Räume des Schlosses nachzudenken, ohne die das Stadtschloss nur eine sinnentleerte Hülle würde.

In seiner Satzung verpflichtet sich der Verein, die Möglichkeiten zur Errichtung eines zentralen Bauwerks in der Mitte Berlins mit der Kubatur, der äußeren Gestalt und Teilen der Innenhöfe und -räume des historischen Stadtschlosses zu erforschen und zu fördern. Die Gesellschaft Berliner Schloss ist ständig bemüht, Spenden zu beschaffen, die ihre Aktivitäten finanzieren und gleichzeitig Rücklagen zu bilden, die in den Wiederaufbau des Berliner Schlosses fließen sollen.

Die Gesellschaft Berliner Schloss ist nicht der Förderverein Berliner Schloss. Der Förderverein konzentriert sich vorwiegend auf die Wiedererrichtung der drei barocken Außenfassaden und sammelt dafür Spenden. Die Gesellschaft Berliner Schloss richtet ihren Fokus vordringlich auf den gestalterischen Zusammenhang von Fassade, Innenräumen und der Denkmäler. Erst dieser macht das Berliner Schloss in seiner Nutzung als Humboldt-Forum zukunftsfähig.